Wissenswertes

Unsere Kirche

Unsere Pfarrkirche St. Johannes der Täufer gehört zu den ältesten Pfarrkirchen der Diözese. Die Ostteile des jetzigen Baues stammen noch von einer dreischiffigen Hallenkirche des 14. Jahrhunderts, die 1457 abbrannte und in späterer Zeit mehrfach verändert wurde. 1864 wurde sie vom Münsteraner Diözesanbaumeister Emil von Manger nach Westen hin verlängert und mit einem Turm versehen. Im Inneren zieht vor allem das 1491 bezeichnete Sakramentshäuschen die Aufmerksamkeit auf sich, das aus der Bunickmann-Werkstatt stammen dürfte. Unter den übrigen Ausstattungsstücken ist der spätgotische Taufstein mit Maßwerkverzierung hervorzuheben.

Einzelheiten finden Sie im Kirchenführer „SS. Johannes und Columba Oelde“ von Hans Rochol, erschienen 2008 im Verlag Schnell & Steiner GMBH Regensburg.

Wohl denen, die da wandeln…!  

Wer den Weg in unsere Kirche gefunden hat, wird begrüßt von einer großen Schar Heiliger und Seliger. Aus den Fenstern schauen sie uns an, von den Wänden und Pfeilern, vom Sakramentshaus und vom Marienretabel, vom Gewölbe herab, sogar vom Turm herunter rufen sie; selbst in der Columba-Kapelle und in der Sakristei erwarten sie all jene, die ihnen nahe sein wollen und um ihre Fürsprache bitten.

Allen voran zu nennen sind die Kirchenpatrone, Columba und Johannes der Täufer, dessen Namen die neu gegründete Pfarrei Oelde mit ihren fünf Gemeinden auf Wunsch von Bischof Felix in Münster übernehmen durfte. Eine ganze Allerheiligenlitanei kann man zusammenstellen, zählt man die Heiligen in unserem Gotteshaus auf, als da sind gleich mehrfach die Gottesmutter Maria, alle Apostel und Evangelisten sowie die Erzengel Michael und Gabriel, die Heiligen Drei Könige, sodann die Heiligen Aloisius, Anna, Antonius der Einsiedler („Swienetöns“), Antonius von Padua, Apollonia, Barbara, Bonaventura, Bonifatius, Cäcilia, Elisabeth von Thüringen, Franz von Assisi, Franz Xaver, Gottfried von Cappenberg, Gregorius, Hieronymus, Ignatius von Loyola, Joseph, Katharina von Alexandrien, Klara von Assisi, Laurentius von Rom, Liudger, Margareta, Papst Johannes XIII., Stephanus, Thomas von Aquin sowie Ursula und Viktor von Xanten (im Reliquienschrein unter dem Altar).

Schwester Petra

Schwester Petra Mönnigmann DSS (geb. 14. Juni 1924 als Paula Mönnigmann  in Oelde; gest.  5. Juni 1976 in Indien) war die Gründerin des Ordens „Dienerinnen der Armen“.

Paula Mönnigmann trat in Werl den Ursulinen bei, nahm den Ordensnamen Petra an und ging 1966 für drei Jahre nach Indien. In Indien diente Petra Mönnigmann in einem Caritas-Institut und lernte die Not und Armut in den entlegenen Orten kennen. Für ihre Arbeit und ihren Orden trennte sich Schwester Petra von den Ursulinen und gründete am 1. Juni 1969 in der indischen Stadt Pattuvam mit acht jungen Mädchen die religiöse Gemeinschaft „Dina Sevana Sabbah“ (zu deutsch: „Dienerinnen der Armen“).

Ziel ihrer religiösen Gemeinschaft ist es, keine Almosen zu verteilen, sondern den Armen zu helfen, ihrem Elend zu entkommen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Ordensgemeinschaft hat heute ca. 640 Mitglieder und unterhält 76 Stationen in Indien und zwei Stationen in Deutschland. Der Vatikan hat den Orden „Dina Sevana Sabbah“ – „Dienerinnen der Armen“ als „Orden päpstlichen Rechts“ anerkannt.

Bei einem Verkehrsunfall kam Schwester Petra mit vier Mitschwestern Pfingsten 1976 in Indien ums Leben.

Weitere Informationen finden Sie beim Hilfswerk Schwester Petra.